Norderney (2017)

Fernweh ist etwas diffuses, kann durch alles Mögliche getriggert werden und in jede erdenkliche Richtung gehen. Sehnsucht zieht einen zu bekannten Orten zurück. Ich habe Glück, einer meiner liebsten Orte ist keine 3 Stunden mit dem Auto entfernt. Es geht an die Nordsee.


Die Nordsee hat zwei Gesichter. Das sommerliche: Menschen am Strand, Sonne und Meer, ein sanfter Wind. Ich mag das, bin auch so als Kind zur Nordsee gekommen. Und  die Kehrseite in Herbst und Winter. Wenige Menschen fahren an die See. Es ist kalt, stürmisch, oft regnerisch. Rau und ungastlich. Das mag ich sogar noch mehr.

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Wer in der dunklen Jahreszeit nach Norden aufbricht sollte sich über das, was zu erwarten ist, im Klaren sein. Es ist einsam, gerade im Dezember sind kaum Menschen auf den Inseln, viele Geschäfte und Restaurationen haben Betriebsferien, es herrscht das Wetter, das einen zu Hause auf die Couch treiben würde. Wer sich darauf einlässt, mit der richtigen Kleidung(!) und Einstellungen, erlebt eine unfassbare Landschaft, melancholisch und kraftvoll, die es erlaubt gedankenverloren die Zeit verstreichen zu lassen.

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Was also tut man den ganzen Tag auf einer „einsamen“ Insel? Man sucht sich Ziele um der Ziele willen – der Crumble in dieser entlegenen Lokalität in den Dünen, das Heißgetränk dort mit Blick auf das Meer – und läuft. Am Wasser, auf der Promenade, in den Dünen – gegen Sturm, Schnee und Hagel. Und es ist großartig.


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