Gobe ND8 MRC 16L Pro Filter – Test

Bisher habe ich mich gegen Filter ein wenig gewehrt: Zu teuer, zu unhandlich, zu speziell. Vor kurzem bin ich online jedoch über eine recht unbekannte Marke gestolpert, die zum kleinen Preis scheinbar hervorragendes Liefert: Gobe. Den ND8 habe ich für euch getestet.

Das ich überhaupt Besitzer eines Filters geworden bin, liegt ausschließlich am Preis. 39€ für einen Neutraldichte-Filter mit 72mm Durchmessern ist extrem niedrig. Die Konkurrenz liegt zuweilen deutlich über dem Faktor 2.

Hinweis: Wir haben mittlerweile auch den Gobe ND1000 aus gleichem Hause getestet.

Die erste Überraschung gab es schon beim Auspacken: Der Karton wirkt wertig, ist ansprechend Designed und verkündet von 5 gepflanzten Bäumen. Unwichtig für den Filter an sich – klar – aber der hochwertige Vorgeschmack weiß zu gefallen.

Gobe_ND8_Filter-1

Im inneren der Verpackung wartet der Filter auf seinen Einsatz. Er ist in einer großzügig bemessenen Plastik-Schatulle mit robuster Schaumstoff-Füllung eingefasst. Man brauch sich keine Gedanken zu machen, den Filter genau so in den Rucksack zu werfen und direkt zu starten. Während im Vergleich zu Steck-Filtern die Flexibilität reduziert ist, ist die Einfachheit doch ein Argument für den klassischen Schraubfilter. Nebenbei: der Durchmesser ist in diesem Fall 72mm und entspricht dem größten Objektiv in meiner Sammlung. Über Adapter-Ringe lässt sich der Filter also einfach an die restliche Kollektion schrauben.

Gobe_ND8_Filter-2

Der Filter selbst hält die Versprechung der Verpackung. Der Metallrahmen fühlt sich wertig und fest an, das Gewinde läuft problemlos in der Objektiv-Aufnahme. Die oberflächliche Betrachtung des Glases offenbart ein gleichmäßiges und neutrales Bild. Das alles wirkt sich positiv auf die Handhabung und – so die Hoffnung – Langlebigkeit des Filters aus.

Der Filter reduziert die Lichtmenge entsprechend seines Namens (durch 16 Schichten) um 8 Stops. Das ist nicht die Welt, wie das Vergleichsbild zeigt:

Gobe_ND8_Filter-5

Primäre Idee des Filters ist dabei trotz hellem Sonnenlicht mit Offenblende fotografieren zu können, eine Langzeitbelichtung am helligten Tag bekommt man nicht hin. Um es in Zahlen zu fassen: Die Verschlusszeit reduziert sich um den Faktor 8 oder von 1/1000s auf 1/125s bzw. von 1s auf 8s. Der Filter kann also verwendet werden, um Aspekte eines Bildes herauszuarbeiten: Offenere Blende, etwas längere Belichtung.

Wichtigstes Kriterium eines Filters ist sein Einfluss auf das finale Bild: Je geringer, desto besser. Während der Einfluss auf die Verschlusszeit natürlich gewünschter Effekt eines ND-Filters ist, dürfen Schärfe und Farbtreue nicht leiden. Gerade günstige Filter haben hier ihre Defizite. Die folgenden Bilder sind unmittelbar hintereinander jeweils mit und ohne Filter entstanden. Es wurde keine Nachbearbeitung vorgenommen, ausschließlich die Belichtungszeit unterscheidet die Aufnahmen.

Hierbei fällt positiv auf, dass mit bloßem Auge kein Unterschied festzustellen ist. Die Farben wirken identisch, statische Kanten sind scharf abgebildet, wie auch die Detailansicht zeigt (Filter links).

MitOhneFilter

Die Bäume dürfen hier nicht als Referenz gelten, da sie sich während der Belichtungszeit von 1 – 8 Sekunden bewegt haben.

Kurz: der Filter funktioniert wie gewünscht, hat eine gute bauliche und qualitative Konstitution und ist nicht zuletzt sehr günstig. Wer einen Filter sucht, kann bei Gobe also durchaus fündig werden. Ich werde meinen auf jeden Fall behalten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s