Blitze fotografieren – ein kurzes Tutorial

Blitze sind ein beeindruckendes Fotomotiv. Wenn man weiß, wie dieses Naturereignis anzugehen ist, ein einfach zu fotografierendes noch dazu. Da es hier gestern ordentlich gekracht hat ein guter Zeitpunkt, sich einmal den elektrischen Entladungen zu widmen.

Blitze zu fotografieren setzt relativ wenig voraus: Eine manuell einstellbare Kamera (also alle DSLRs, DSLMs und einige Kompaktmodelle) und eine möglichst feste Unterlage – der Einfachheit halber vorzugsweise ein Stativ. Die Entladung eines Blitzes dauert 0,00003s, der Versuch einen „abzupassen“ ist somit zum Scheitern verurteilt. Da Blitze aber extrem hell sind, ist eine gute Reaktion auch garnicht nögt. So funktionierts:

Die Parameter ISO und Blende für die beste Qualität einstellen, als Richtwerte nehmen wir ISO 100 und Blende 8-11. Die Belichtungszeit sollte möglichst lange sein, ohne den Himmel (ohne Blitze) zu hell abzubilden, Startwert: 30s.

Die lange Belichtung funktioniert aufgrund der extrem kurzen Dauer und gleichzeitig extremen Helligkeit der Blitze: Diese brennen sich auch bei langen Belichtungszeiten als scharf abgebildete, weiße Linien auf den Sensor. Das funktioniert zwar auch bei kürzeren Belichtungszeiten, aber 1. ist die Wahrscheinlichkeit bei länger belichtetem Sensor einen Blitz zu erwischen höher und 2. bestimmt die Belichtungszeit die Zeichnung der Umgebung und sollte entsprechend nicht zu kurz ausfallen.

Um einen möglichst großen Bereich des Himmels abzudecken, macht es weiterhin Sinn ein möglichst weites Objektiv im Bereich von 10 – 20mm zu verwenden, das ist allerdings keine Pflicht.

Das Ergebnis des gestrigen Abends:

Flash

Übrigens: für ein Foto mit einer Blitzdichte wie im obrigen braucht man entweder ein heftiges (und deswegen seltenes) Gewitter, oder man nimmt einfach mehrere Aufnahmen, und legt diese in Photoshop oder (im kostenfreien) GIMP übereinander – so mit 3 einzelnen Aufnahmen im Beispielbild geschehen.

Ganz wichtig: Denkt beim Fotografieren von Blitzen an eure Sicherheit! Stehen die Haare erst einmal zu Berge, ist das Foto auch egal.

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