Portraitfotografie – Butterfly-Licht

Bei der letzten 52 Week Challenge (Link) habe ich ein Portrait mit dem sogenannten Butterfly-Licht gemacht und hatte angekündigt noch etwas über dieses Licht-Setup zu schreiben. Im Folgenden zeige ich euch, wie man mit einfachen Mitteln ein schönes Licht erzeugt.

Es braucht (neben der Kamera natürlich) einen (bzw. für den Hintergrund evtl. einen zweiten) Blitz mit Softbox. Der Name des Licht-Setups leitet sich von dem kleinen Schatten unter der Nase ab, der einem Schmetterling gleicht und im Wesentlichen aus der leicht erhöhten Lichtquelle direkt vor der Person resultiert. Das folgende Bild zeigt das recht gut.

Jana

Die Augen geben übrigens immer Aufschluss über die Lichtquellen vor der Person. Um die Schlagschatten aufzuhellen, können bei der Bildbearbeitung beispielsweise die Schatten aufgehellt werden. Eine Methode, wie man schon bei der Aufnahme für eine Aufhellung der Schatten sorgen kann, ist die Verwendung eines Reflektors, der die Person zusätzlich von unten beleuchtet. Bei der Wahl der Reflektoroberfläche muss man sehen, was sich für die Situation am besten eignet. Bei den folgenden Bildern wurde die silberne Seite des Reflektors gewählt.

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Lässt man den Reflektor weg, kann man Schlagschatten erzeugen, die dem Bild – wie hier bei der Nachbearbeitung noch verstärkt – einen gewissen Charakter verleihen. Hier sieht man auch deutlich den Schmetterling unter der Nase.

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Dieses einfache Licht-Setup passt erstmal zu den meisten Personen und eignet sich natürlich auch für Portraits mit Oberkörper und Schultern. Die Szene wird komplett ausgeleuchtet, sodass eben keine unangenehmen Schatten entstehen und auch dunkle Kleidung nicht absäuft.

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Mit dem zweiten Blitz kann man bei Bedarf den Hintergrund aufhellen, um Schlagschatten zu verhindern. Mein persönliches Herangehen war bisher immer, dass ich mit der zentralen Lichtquelle anfange und nach Bedarf Reflektoren und Zusatzlichter hinzuziehe. Mir persönlich gefällt das Setup mit am besten! Es ist simpel und ein guter Startpunkt. Außerdem kann man mit wenig Equipment auch außerhalb des Studios gute Ergebnisse erzielen. In der Zukunft werde ich auch mal ein bisschen zu anderen Licht-Setups und deren Wirkung berichten. Viel Spaß beim Nachmachen!

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