Akkus von Drittherstellern für Fujifilm X

Einer der häufigsten Kritikpunkte an spiegellosen Systemen wie der Fujifilm X-Serie ist die im Vergleich zur klassischen DSLR verkürzte Akku-Laufzeit. Mit offiziell um die 400 Aufnahmen der X-T2 liegt der Wert auch tatsächlich um den Faktor 2 oder mehr unter denen von DSLRs – ein systemischer Nachteil bedingt durch den dauerhaften Betrieb des Sensors und somit auch der nötigen Wandler und Prozessoren. Umso wichtiger ist die gute Versorgung mit Akkus. Aber wer die Wahl hat, hat die Qual.


Hinweis: Dieser Artikel spiegelt meine persönlichen Erfahrungen mit einer begrenzten Schnittmenge von Herstellern wieder. Innerhalb dieser Testmenge ist der Artikel neutral.

Wer das erste Mal nach Zusatzakkus sucht, wird überrascht sein: Über 50€ werden für das Original von Fuji verlangt – nicht gerade wenig, auch wenn der Akku hervorragend ist. Man kann bereits vorwegnehmen: Dieser Akku ist die Referenz.

Das Kostenproblem gilt insbesondere für Fotografen die auf Wanderungen oder in professionellen Situationen wie Hochzeiten arbeiten: die Energieversorgung muss garantiert den Tag überstehen. Geht man von sparsam kalkulierten 4 Akkus aus liegt man bereits bei über 200€. Somit rücken Akkus von Drittherstellern* vergleichsweise schnell in den Fokus, da sie nicht nur als Notfalllösung für deutlich unter 20€ eine kostengünstige Alternative versprechen.

Über den weiteren Fortgang dieses Artikels habe ich mir reichlich Gedanken gemacht. Letztendlich möchte ich kein Produkt in den Dreck ziehen – auch wenn ich mit Herstellern durchaus unzufrieden war – also spreche ich lieber meine positive Empfehlung aus. Noch einmal der Hinweis, dass zu keinem Hersteller eine geschäftliche oder sonst wie geartete Verbindung besteht – die Empfehlung ist also ungefärbt.

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Das grundlegende Problem mit Akkus von Drittherstellern: Sie bringen nicht garantiert die gewohnte Leistung. Das ist natürlich bereits bei DSLRs ärgerlich, da die Anzahl der möglichen Bilder offensichtlich abnimmt. Bei DSLMs hingegen reduziert sich nicht nur die maximal mögliche Aufnahmeanzahl sondern gleich die allgemeine Betriebsdauer mit. Bei der Aufnahme von ein paar Videos machte einer der von mir getesteten Akkus sogar schon nach einigen Aufnahme-Minuten schlapp. Nach mehreren Herstellern habe ich mittlerweile „meinen“ Akku gefunden, nämlich den auffällig roten Baxxtar Akku*, der mit einer dem original vergleichbaren Akkulaufzeit zum sehr günstigen Kurs zu gefallen weiß. Diese Akkus garantieren laut Hersteller die hohen Leistungswerte des Originals. Ob man exakt auf die gleiche Anzahl an Aufnahmen kommt, habe ich nicht getestet. Mein Gefühl sagt jedoch: Das kommt soweit hin.

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Ich nutze mittlerweile hauptsächlich diese Akkus und bin durchweg zufrieden. Was die Leistung angeht konnte ich keine qualitativen Schwankungen festestellen. Einzig ein Ladegerät konnte den Kontakt nicht immer richtig herstellen, was nach kurzem Wackeln aber behoben war. Insbesondere in der Kamera konnte ich mich bisher aber zu 100% auf die Akkus verlassen, sie es die generelle Funktion, Leistung oder Sicherheit. Für Fujifilm-Fotografen meine Empfehlung als Alternative zum N-W126s.

Welche Akkus nutzt ihr, was sind eure Erfahrungen?


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