Paris – Tag 2

Tag 2 unseres Städtetrips nach Paris. Es ist Zeit für die Klassiker der französischen Hauptstadt: Arc de Triomphe, Notre Dame und Eiffelturm.

Das Frühstück zeigt, dass Paris etwas für den erfahrenen Touristen ist. Petit Dejeuner (= kleines Frühstück), der Inbegriff eines Pariser Morgens, schlägt in beliebteren Bereichen mit 15€+ zu Buche. Was erklärt, warum die Pariser die Komponenten lieber zum halben Preis einzeln bestellen.

 

 

Gestärkt für das Tagesprogramm begeben wir uns zum Arc de Triomphe. Zumindest so nah wie wir herankommen: Es ist der 8. Mai und der Sieg über die Nazis wird staatsmännisch gefeiert. So biegen wir ab in Richtung Champs Elysee, einer der – wenn nicht sogar die – Prachtstraßen, die sternförmig zum Triumphbogen hin führen. Hinter den Schaufenstern verbirgt sich eine andere Welt: Gucci und Prada präsentieren, was sie aktuell für Mode halten, Uhren zum Neupreis unseres Autos werden feil geboten. Viel mehr als Prunk und Protz bietet die Straße nicht, aber für die Strecke bis zurück zur Seine ist man bestens unterhalten.

 

 

Am Ende der Champs Elysee zeigte er sich dann, zum allerersten mal seit wir in Paris sind sehen wir über den Dächern der Stadt den Eiffelturm aufragen. Beeindruckend und vertraut präsentiert sich unser nächstes Ziel vor uns.

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Wir nähern uns von der Seite des Parks aus, die zu meiner Überraschung trotz bestem Wetter nicht übermäßig voll ist. Genauso überraschend: Der Eiffelturm gefällt mir ausgenommen gut. Ikonische Landmarken, bestes Beispiel in Paris die Moulin Rouge, tendieren dazu übermäßige Erwartungen zu generieren, die dann vor Ort nicht gehalten werden können. Der Eiffelturm hingegen ist schöner als erwartet. Das mag an den schieren Details des Bauwerks, auch an der recht pompösen Ausgestaltung des Turms liegen – ich bin beeindruckt.

 

 

Rund um den Eiffelturm, gerade im Bereich Trocadero, geht es heiß her. Touristen, Souvenirs, Straßenverkäufer; Vom 5er-Pack neon-farbener Eiffeltürme über die Hütchenspieler bis hin zur Vermietung von Supersportwagen für die Fahrt durch Paris ist alles dabei, inklusive Taschendiebe: Mein Rucksack war plötzlich offen, trotz aller Aufmerksamkeit. Gestohlen wurde zum Glück nichts, zu tief verbuddelt waren Portemonaie und Linsen. Seitdem aber wurden Wertgegenstände noch zusätzlich – zum Beispiel unter den Windeln für meine Tochter – verpackt. Vorsichtsmaßnahmen sind das Gebot der Stunde, Aufmerksamkeit allein reicht scheinbar nicht.

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Auf dem Eiffelturm selbst waren wir im Übrigen nicht. Man kann zwar die Warteschlangen durch vorgebuchte Tickets umgehen – so wie bei Louvre oder Notre Dame auch – aber wir haben uns von der Besteigung nicht viel versprochen. Paris scheint nicht, dazu später mehr, die Stadt der hübschen Panoramen zu sein.

Um das Triumvirat der Landmarken zu komplettieren ging es dann nach Notre Dame, der vor allen Dingen durch die Geschichte um ihren Glöckner legendären Kirche auf einer Insel in der Seine. Wir haben uns, Transport und Aussicht vereinend, für eine Bootstour entschieden. Es gibt viele Anbieter die weitestgehend die gleiche Tour in ähnlichen Booten anbieten. Wir sind mit Batobus gefahren, mit unter 20€ p.P. die günstigste Alternative.

Noch ein Wort zur Fortbewegung: Es gibt in Paris für die Metro Tagestickets. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden und dadurch ein paar Euro gespart. Häufig fährt man am Tag nämlich nur 2x: rein in die Stadt und raus aus der Stadt, dazwischen waren wir hauptsächlich zu Fuß unterwegs. So haben wir zu zweit für die 5 Tage insgesamt 12 Einzeltickets statt (vermutlich) 6 Tagestickets entwertet. Zurück zu unserem eigentlichen Ziel:

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Notre Dame selbst liegt wunderbar eingebettet auf einer von zwei benachbarten Inseln – Ile de la Cite und Ile San-Louis – auf der Seine. Gerade von Innen handelt es sich um ein schönes Bauwerk, während unseres Besuchs unterstützt durch Weihrauch und Gesang im Rahmen einer Vesper. Mein Highlight dieses Bereichs ist aber weniger die Kirche sondern viel mehr die unmittelbare Umgebung. Schnuckelige Cafés, enge Gassen, urige Geschäfte und gute Musiker prägen das Bild vor Ort. Bei der Auswahl des Restaurants ist preislich etwas Vorsicht geboten, aber hier kann man den Abend gut verbringen.

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Bei wunderbarer Abendstimmung bringt uns das Boot zurück zu einer der vorherigen Stationen.

 

 

Wie gerne würde ich jetzt vom Abschluss des Tages Bilder zeigen: Der Eiffelturm bei Nacht. Aber während es in Deutschland die Freiheit gibt, jedes „Panorama“ aufzunehmen und zu vervielfältigen, ist die Ansicht des illuminierten Wahrzeichens rechtlich geschützt. Will heißen: Ohne Gebühr keine Veröffentlichung – Schade. Als Trostflaster ein kleiner Eindruck vom auch Nachts fotografierbaren Paris.

 

 

 

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2 Antworten auf „Paris – Tag 2

  1. Schöne Fotos. Kann’s nicht abwarten im August wieder dort zu sein! einziger Widerspruch: die „Besteigung“ des Eiffelturms ist lohnenswert. Der Blick von oben ist schon atemberaubend. Waren Sie auch auf dem Arc die Triumphe? Ein ebenfalls lohnenswerter Ausblick über die angehenden Boulevards!
    Gibt’s noch mehr Fotos? Würde mich freuen!

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    1. Wenn der Eiffelturm lohnenswert ist muss ich wohl doch noch mal nach Paris. Auf den Arc konnten wir leider nicht – für einen Staatsakt (großräumig) abgesperrt.
      Mehr Fotos folgen: Es bleiben noch 2 Tage Reisebericht.

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