Reisen mit Baby – Teil 1: Fotoausrüstung

Bald geht es mit unserem 8 Monate alten kleinen Kerl auf große Reise nach Kanada und in die USA. Ich möchte nicht den Eindruck vermitteln, dass die Fotoausrüstung da das wichtigste Thema ist, da wir aber ein Foto-Blog sind, starte ich einfach mal damit.

So ein bisschen reiseerfahren sind wir ja bereits und ich weiß von mir, dass unterwegs schnell eine Art Jagttrieb aufkommt, wenn es um das Fotografieren geht. Als erstes muss man sich auf so einer Tour klar sein, dass es eben um die Familie geht und die eine oder andere Gelegenheit auch vielleicht nicht mit dem passenden Filter oder zur richtigen Tages- oder Nachtzeit fotografiert. Trotzdem kann man Abmachungen mit sich selbst und dem Partner machen. Vielleicht sucht man sich gemeinsam einige Orte raus, die einem besonders wichtig erscheinen und plant dort gemeinsam einen foto- und familiengerechten Aufenthalt. Hier habe ich schon mal eine Idee gegeben, wie das in der Theorie funktionieren kann – mit leichten Schwierigkeiten in der Praxis. Wichtige Tools für das fimiliengerechte Fotografieren -klingt jetzt erstmal doof- sind ein relativ kleines Reisestativ (Sirui T-005KX) und Fernbedienung. Denn fester Plan ist es, bei einigen Orten eine passende Komposition zu finden, den Fokus zu setzen sich gemütlich zusammenzusetzen und mit der Fernbedienung hin und wieder eine Aufnahme zu machen. Wenn man sicher gehen möchte, kann man so natürlich auch mit einem Knopfdruck Belichtungsreihen machen. Ich stelle euch einfach mal meinen Plan und meine Ausrüstung für den Trip vor.

Reiseequipment 2018.jpg

Ich habe lange überlegt, ob es die Pentax K-3 oder eben die Pentax K-1 werden soll und habe mich als Kameragehäuse für die K-1 entschieden. Die ist (nach eigener Messung) mit 1.060 g ca. 180 g schwerer als die K-3, was ich erstmal verkraftbar finde. Dafür habe ich dann eben das Quäntchen besseres Rauschverhalten, weshalb ich auf die lichtstarke Festbrennweite verzichte und kann dank der hohen Auflösung das Bild noch stark beschneiden, falls in der Ferne mal ein Delfin zu sehen ist.

Mein „Butter und Brot-Objektiv“ oder eben mein Standardzoom wird das Pentax D-FA 28-105 mm f3.5-5.6. Das hat folgende Gründe:

  • Es ist es wetterfest und kann auch am Strand und am Meer benutzt werden. 2.
  • Der Fokus ist echt flott, was bei einem lebhaften kleinen Baby echt wichtig ist.
  • Der Brennweitenbereich ist so angelegt, dass es in den meisten Situationen passt.
  • Die Bildqualität ist für eine Consumer-Linse wirklich stark.

Für die dramatischen Landscapes packe ich ein Ultraweitwinkelobjektiv ein – in meinem Fall das Irix 15 mm f2.4 (Hier geht es zum Testbericht).

  • Der Bildwinkel ist sehr weit, sodass besonders interessante Vordergründe spektakulär in Szene gesetzt werden können.
  • Bis auf die Frontlinse ist das Objektiv gegen Staub und Spritzwasser geschützt, mit einem Filter somit auch komplett.
  • Die Bildqualität finde ich richtig beeindruckend

Falls wir unterwegs, Bären oder Bisons sehen, packe ich noch ein Telezoom mit in die Tasche. Ich nehme das Pentax DA 55-300 mm f4-5.8 mit. Das ist zwar eigentlich eine Crop-Linse, die Abschattungen sind aber sehr gering. Wenn man das Motiv nicht zu sehr am Rand abbildet, kann man das Bild sinnvoll beschneiden.

  • Lange Brennweite zum Beispiel für Wildlife und Details an Aussichtspunkten
  • Leichte Bauweise und kleine Maße

Für alle Objektive nehme ich einen Polfilter mit. Für das Ultraweitwinkelobjektiv und das Standardzoom kommen Filterhalter und ND64 und ND1000 Graufilter von Haida mit.

Außerdem muss natürlich auch das normale Zubehör, wie Akkus, Ladegerät und Speicherkarten, mit.

Reiseequipment 2018 (2).jpg

Alles zusammen passt sehr komfortabel in meinen Fotorucksack Manfrotto Off Road 30 L. Da ich besonders bei Wanderungen niemals alles mitschleppe, bleibt jede Menge Platz für eine Picknickdecke, Spielzeug und Verpflegung für die Wanderung. Nimmt man die ganze Fotoausrüstung mit, kommt man auf stolze 5,8 kg. Reduziert man für eine Wanderung auf das Gehäuse + 28-105 mm Objektiv, Reisestativ und die Filter, kommt man auf knapp 3,1 kg. Fazit: Man muss wissen, was man auf jeden Fall braucht und sich sinnvoll reduzieren. Der oben genannte Rucksack bietet ein für mich ideales Tragesystem, das die Last gut verteilt. Wahrscheinlich wird folgendes Szenario: Ich trage unser Kind mit knapp 9,3 kg und habe die Kamera umhängen und meine Frau hat den Rucksack mit dann „nur“ noch 1,4 kg + die Verpflegung für uns drei. Bin gespannt, wie es sich in der Praxis entwickelt…

Reiseequipment 2018 (1).jpg

Fassen wir nochmal zusammen, was ich für solch einen Trip als sinnvoll erachte:

  • ein Kameragehäuse
  • ein Standardzoom mit sinnvollem Brennweitenbereich
  • ein Ultraweitwinkel für bewusste Landschaftsaufnahmen
  • ein leichtes Telezoom für gelegentliche Wildlife- oder Detailaufnahmen
  • ein Reisestativ
  • eine (Funk)fernbedienung
  • Filter nach Bedarf
  • Akkus, Ladegerät und ausreichend Speicherkarten
  • Fotorucksack mit genug Freiraum für Decke, Spielzeug, Wickelset, Getränke, etc…

Ich werde berichten, wie gut sich das Fotografieren und die Familie unter einen Hut bringen lassen. Ich freue mich auf alle Fälle auf die Zeit zu dritt!

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