Book of Kells – Dublin

Das Book of Kells ist eine der „Must-See“-Sehenswürdigkeiten in Dublin, von der ich eigentlich abraten würde – und doch sollte jeder ein Ticket lösen!

Es handelt sich bei dem Buch um eine handschriftliche Kopie der Bibel – zumindest von 4 Evangelien – aus dem 8. oder 9. Jahrhundert. Hergestellt wurde es übrigens vermutlich in Schottland, besonders berühmt ist es für die text-begleitenden Zeichnungen. Es ist nicht erlaubt Fotos vom Buch oder der begleitenden Ausstellung zu machen, wer sich ein Bild davon machen möchte, kann die Illustration auf dem Schild am Eingang (siehe Foto) nehmen oder die Suchmaschine der Wahl bemühen.

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Übrigens: Hier lohnt sich – wie so häufig – ein Besuch kurz vor Schließung der Ausstellung. Man hat noch genug Zeit in den Räumlichkeiten und muss kaum warten: Eine Seltenheit im Verlauf des Tages.

Zieht einen das schiere Alter des Buches nicht, ist der Besuch wenig beeindruckend. Schlechter Einstieg für einen Reisebericht. Nicht hingehen also? Mit nichten. An die Ausstellung schließt sich die wahre Attraktion des Trinity Colleges an, der Long Room. Eine alte – aber immernoch voll funktionale – Bibliothek. Der Charme lässt sich schwer in Worte fassen, deswegen starten wir doch mit ein paar Bildern:

Reich verzierte Holztäfelungen prägen den Raum, klassische Büsten flankieren jede Einbuchtung. Die alten Bücher in ihren brüchigen Ledereinbänden versetzen einen Zurück in eine andere Zeit. Nicht umsonst taucht die Kulisse immer wieder in Filmen auf.

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Zwei Sachen sind im speziellen für Fotografen zu berücksichtigen:

  1. Es ist voll. Wirklich voll.
  2. Stative sind kategorisch verboten!

Ich empfehle deswegen ein Tischstativ oder – wie ich es verwendet habe – ein Gorilla Pod mitzubringen. Auf den Bänken in der Mitte des Ganges kann man diese platzieren und vor den Augen der Aufseher nutzen. Das entsprechende Foto zeigt nebenbei auch, wie voll es selbst kurz vor Schließung ist. Selbst ein starker Graufilter wird kaum die Menschenmassen entfernen können.

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Die Atmosphäre des Raumes ist in Worten schwer zu fassen. Altehrwürdig, erhaben, irgendwie monumental. Es scheint fast unwirklich, dass es sich nicht nur um eine Kulisse handelt, sondern tatsächlich das ist, was es vorzugeben scheint. Für mich das Highlight in Dublin. Der Long Room, nicht das Buch.

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Von Daniel

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