Meike Zwischenringe 10 + 16mm Review & Erfahrungsbericht

Wir haben zuletzt über Zwischenringe – einen einfachen Einstieg in die Makro-Fotografie – berichtet. Den Artikel findet ihr hier. Heute möchten wir euch die von uns an den Fujifilm Kameras und Objektiven genutzten Zwischenringe der Firma Meike – Meike 10mm und Meike 16mm – vorstellen.


Die Zwischenringe von Meike gibt es in ähnlicher Ausführung für viele Marken: Sony, Canon und eben auch Fujifilm, die wir hier testen. Der primäre Grund sich für Meike zu entscheiden ist ganz klar der Preis. Das Set mit zwei Ringen der Distanz 10mm und 16mm kostet (Stand 02.2019) entspannte 30€. Und wir sprechen an dieser Stelle schon von Automatik-Ringen, also solche die Autofokus und EXIF-Kommunikation weiterhin ermöglichen. Wie in unserem vorherigen Artikel bereits angemerkt: Günstiger kann man in die Welt der Makro-Fotografie kaum einsteigen. Im Vergleich: Die offiziellen Zwischenringe von Fujifilm mit 11m und 16mm kosten je 78€.

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Die Zwischenringe fühlen sich beim ersten Kontakt erstmal nur OK an. Positiv hervorzuheben sind die metallenen Aufnehmer für Objektiv und Kamera, welche Sicherheit geben. Ummantelt sind die Ringe von einer zwar wertigen, aber eben nur Plastikschicht. Trotzdem ist der Halt gut. Es wackelt und knarzt nichts – Hauptkriterium für die Qualität von Zwischenringen. Weniger toll fühlt sich der Verschlussmechanismus der Automatikzwischenringe von Meike an. Dieser schließt zwar zuverlässig, allerdings wirkt der Hebel zum Lösen des Objektivs bereits im neuen Zustand wackelig und wenig langlebig. Das ist allerdings für den Moment nur ein haptischer Eindruck – Bisher gab es keine Probleme bei der Bedienung.

In der Benutzung sind die Zwischenringe weitestgehend unauffällig, was wohl die höchste Auszeichnung für ein solches Stück Peripherie ist. In der Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera gibt es bei keiner möglichen Konstellation Probleme. Nur einmal war die Montage des Objektivs bis zum Einrasten etwas hakelig. Der Autofokus funktioniert – wenn auch mehr schlecht als recht. Das ist weniger Schuld der Ringe an sich sondern vielmehr der Tatsache, dass der Autofokus nicht für den nun genutzten Bereich gebaut wurde und deswegen zu grob arbeitet. Die Informationen des Objektivs werden ebenfalls problemlos an die Kamera zurückgegeben. Das der Halt und die Sicherheit der Ringe von Meike soweit vertrauenserweckend sind hatte ich zuvor schon angemerkt. Einzige Auffälligkeit: durch die erhöhte Distanz zwischen Kamera und Objektiv wird das Gesamtsystem natürlich etwas frontlastiger was die Gewichtsverteilung angeht. Das Fujinon 56mm F1.2 mit zu 26mm kombinierten Zwischenringen möchte dann schon unterstützend gehalten werden – wie man es auch von Telefotolinsen kennt. Selbst das 27mm Pancake wird auf einmal ein ganz schöner Brecher.

Hier ein paar Fotos mit XF 56mm und XF 27mm und den Meike Zwischenringen.

Nach meinem bisher über einige Wochen gehenden Test kann ich die Zwischenringe von Meike empfehlen. Die Qualität scheint bis hierhin ausreichend, die Funktionalität ist geben. Zu berücksichtigen sind natürlich die systemischen Nachteile von sogenannten Extension Tubes, die in unserem vorherigen Artikel bereits hinreichend erörtert wurden. Was in der Macht von Meike lag, wurde jedoch grundsolide umgesetzt. Ohne an dieser Stelle eine Vergleichstest zu den offiziellen Ringen machen zu können, kann ich diese Zwischenringe für das Fuji-System guten Gewissens empfehlen.

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