Ein Tag Schnee – Barmer Anlagen

Eigentlich ist das Bergische Land mit Schnee gesegnet, manchmal sogar geknechtet. Dieses Jahr, sogar diesen Winter, gab es bisher einen mickrigen Schneetag. Gestern. Wie es aussieht, wird es dabei auch bleiben. Immerhin: Chance genutzt.


Vorab ein wenig Technik. Unterwegs war ich mit der X-T2 und dem Fujinon XF 10-24mm – bei dem die fehlende Wetterabdichtung bei anhaltendem Schneefall eine gewisse Dramatik in die ruhige Stimmung gebracht hat. Auch mit dabei für vereinzelte Wasseraufnahmen: der  8er ND-Filter von Gobe.

Unterwegs war ich in den Barmer Anlagen in Wuppertal – einer schön angelegten Parkanlage mit angrenzendem Wald. Wer sie kennt, wird den ein oder anderen Ort wiedererkennen.

Noch sind erst wenige Fußspuren im Schnee. Einzig die Hundebesitzer sind schon unterwegs und für mich ein schöner optischer Anker – wie hier in der ikonischen Allee hoch zum Ringel Denkmal.

Linkerseits steht frei auf einer Wiese ein gigantische Baum. Ich frage mich auch jetzt wie viele Tonnen Schnee wohl verteilt auf den Ästen lasten. Bereits heute, einen Tag später, kaum noch etwas.

Als passionierter „Querformatler“ fällt mir überrascht auf, dass gerade das Hochformat die Stimmung im Wald gut einfängt. Wie hier das Denkmal für die im 1. Weltkrieg Gefallenen, dass unter den schneebedeckten Bäumen begraben und verlassen wirkt.

Vereinzelt ziehen sich kleine Bäche als dunkle Adern durch den Waldboden, stechen durch den Kontrast ins Auge. Es reichte schon der recht dezente ND8 um eine für die Fließgeschwindigkeit angemessene Belichtungszeit irgendwo knapp unter 1 Sekunde zu erreichen. Generell war die Lichtstimmung etwas gedämpft. Das Stativ war auch bei Aufnahmen ohne Filter eine gute Entscheidung.

Es geht weiter bergauf, bis knapp unter den Toelleturm. Hier erstreckt sich eine sanft abfallende Wiese mit Blick über den Stadtteil Barmen. Gegen Nachmittag dürfte hier wieder ordentlich Schlittenverkehr gewesen sein. Jetzt ist es noch still und friedlich.

Dann geht es zurück, die Arbeit ruft. Entlang der Trasse der alten Bergbahn, markiert durch schlanke Marmorsäulen, geht es wieder talwärts. Auf dem Weg komme ich noch an diesem Unterstand in Pilzform vorbei. Ohne Schnee schrecklich unfotogen. Aber so?

Der Spaziergang hat sich persönlich gelohnt. Auch wenn wegen des Arbeitsbeginns (immerhin haben wir Gleitzeit) ein bisschen Druck war, freue ich mich über die entstanden Fotos.

Abschließend noch ein Wort zur Bearbeitung der Bilder: Insgesamt haben die Bilder eine monochrome Wirkung – sind dies jedoch nicht. Die Bearbeitung basiert  auf dem Preset von Sebastian Trägner aus dem Kwerfeldein x Friends Paket – was eigentlich tatsächlich ein Schwarz-Weiß-Preset war.  Ich habe es für mich als Farbpreset für minimalistische Schneetage modifiziert. Charakteristisch sind die starken Schwarztöne als Kontrast zum hellen Schnee sowie eine kalte Tönung in den Highlights durch eine dezente Teiltonung. Der Rest passiert im Grundlagen-Panel

Ansonsten ist noch zu sagen, dass die Bilder zwar sehr hell sind, aber ich kann versprechen dass das Histogramm zur Bearbeitung sein OK gegeben hat. Tatsächlich reduziert die JPG-Konvertierung die Helligkeit noch ein wenig. Wenn es aber auf eurem Bildschirm ausfranst, ist es ein Bildschirmproblem 🙂

 

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