Löwenburgrunde im Siebengebirge – Perfekt fürs Wandern mit Kindern

Besonders im Winter muss man jeden Tag ausnutzen, an dem die Sonne scheint und es einen nach draußen zieht. So war es an diesem tollen Samstag im Februar. Das Siebengebirge stand schon länger auf unserer Liste und bei der tollen Löwenburg musste man unseren Sohn auch nicht lange überreden…


Die Runde (Aufzeichnung der Uhr):

  • Distanz: 7,52 km
  • 231 m Aufstieg
  • Highlights: Tolle Mittelgebirgslandschaft, Weitblicke, Burgruinen, Einkehrmöglichkeiten
  • Schwierigkeit: leicht und für Kinder geeignet

Den GPX-Track zu der Wanderung findet ihr hier:

https://api.sports-tracker.com/apiserver/v1/workouts/export/AEO38t5Mj2Ir4xYkK7O-0Iy8ui-KbluerRUsHVskQVE7WhO2aCitFBUC6MN3kqbP3A==?brand=SUUNTOAPP

Am Drei-Seen-Blick schaut man direkt auf den Drachenfels

Unser Sohn ist mittlerweile vier und 6 Kilometer sind eigentlich kein Problem mehr, also haben wir uns die Löwenburgrunde im Siebengebirge rausgesucht. Am Ende waren es dann 7,5 Kilometer und ein Traumtag mit unserem Sohn. Start- und Endpunkt ist der Wanderparkplatz Margarethenhöhe in Königswinter südlich von Bonn. Die 3 € Parkgebühr für den ganzen Tag sind fair und so kann es mit einem guten Gefühl losgehen. Nach einer kleinen Strecke auf Asphalt geht es in den Wald in Richtung Drei-Seen-Blick, einer Aussichtsplatform auf dem Erpelntalskopf (383 m).

Blick in das Rheintal

Hier hat man einen fantastischen Blick auf den Drachenfels, Bonn und den Rhein und kann etwas die gefühlt ersten Sonnenstrahlen dieses Jahr genießen. Nach einer kleinen Trinkpause wagen wir uns an den Aufstieg zur Löwenburg. Der Weg führt erstmal entspannt auf gleicher Höhe durch einen traumhaften Buchenwald, bevor es schon recht steil zur Burg hochgeht.

Im Buchenwald in Richtung Löwenburg

Wie beim Wandern mit Kind(ern) üblich, bringt man Zeit mit und freut sich, wenn am Weg geklettert wird. Ganz wichtig ist es meiner Meinung nach, wenn die Kinder diese Umgebung einfach für sich entdecken und nicht einfach mitgeschleift werden. Die alte Burgruine, die man durch die kahlen Baumkronen schon sehen kann, ist aber eine gute Motivation, irgendwann auch weiterzugehen. Die letzten Meter zur 455 m hoch gelegenen Löwenburg heißt es dann Schritt für Schritt und im Tempo von unserem Sohn – für die kleinen Beine ist das ein ganz schöne Leistung.

Die knorrigen Wurzeln laden zum Klettern ein

Und irgendwann haben wir es dann geschafft. Der Kleine hat sich sichtlich gefreut und wir waren unglaublich stolz auf unseren kleinen Wanderer. Beim Anblick der alten Burgmauern war die Anstrengung schnell vergessen und schon ging es auch die Treppen zum Burgfried rauf.

Nicht nur für Kinder spektakulär: Die Löwenburg

Die Geschichte der Löwenburg geht bis ins Jahr 1247 zurück. Sie wurde von den Grafen von Sayn als Grenzfeste zu den benachbarten, kurkölnischen Burgen Drachenfels (siehe Bild oben) und Wolkenburg errichtet. Nach einigen Besitzwechseln wurde aus der Burg zum Ende des 16. Jahrhunderts das, was sie heute ist: eine Ruine.

Wer es bis hier geschafft hat, der geht auch noch die Stufen zum Burgfried rauf

Wenn man auf der Westseite der Anlage ankommt, wird einem klar, was für einen Zweck diese Anlagen gehabt hatten. Man blickt plötzlich sehr weit in die Rheinebene und vor allem auf die ehemals feindlichen Burganlagen auf den anderen Gipfeln im Siebengebirge. Feindliche Aktivitäten blieben hier niemandem verborgen, allerdings war der logistische Aufwand eine solch hoch gelegene Burg mit Vorräten, Waffen und Gütern zu versorgen sicher sehr hoch.

Von der Westseite der Anlage hat man einen wahnsinnigen Blick auf die anderen Festungen, die Rheinebene und Bonn im Nordwesten.

Durch die hüfthohen Mauerreste muss man sich um die Kinder keine Sorgen machen das Klettern würde ich hier aber nicht erlauben. Die verwinkelten Mauern machen jedenfalls Lust, die Anlage zu erkunden, um sich dann an der alten Eiche endgültig vom Aufstieg zu erholen.

Wenn man sich die steilen, teilweise schlammigen Wege wieder runterbewegt, kann man noch im Löwenburger Hof einkehren, um dann nördlich des Trenkenberg in Richtung Auto zu laufen. Passend zur ausklingenden Wanderung verschwindet auch die Sonne hinter dem Berg und man kann die letzten Schritte bergab zum Wanderparkplatz gehen.

Im Mittelgebirge verschwindet die Sonne schon mal etwas früher.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.