Kanada – Golden

Eine der großen Überraschungen auf unserem Trip durch Kanada war Golden. Das lag an der traumhaften Lage der Stadt, unseren tollen Gastgebern und der unglaublichen Umgebung. Aber lest einfach selbst!


Über Golden selbst kann ich eigentlich gar nicht viel sagen. Es ist ein kleines Städtchen am Zusammenfluss von Columbia- und Kicking-Horse-River mit 3708 Einwohnern, einigen Restaurants und Supermärkten, einem Bahnhof und so weiter. Was die Stadt aber eindeutig ausmacht ist die unglaubliche Lage zwischen Yoho-, Glacier- und Banff-Nationalpark und natürlich die direkte Umgebung.

Als aller erstes muss ich die wahnsinnig tollen Hosts erwähnen, die Airbnb wirklich leben. Die Abende am Lagerfeuer und die tollen Gespräche mit Carol und Larry werden wir wohl nie vergessen (Link).

Leider hatte meine Frau an einem der 3 Tage hier ein wenig gekränkelt und hat die Zeit genutzt, um sich wieder etwas zu regenerieren. In unserer top Unterkunft war das sehr gut möglich. An diesem Tag hatte ich auf Anraten unserer Hosts die Gelegenheit genutzt, den Weg vom Kicking Horse Mountain Resort (1.190 m) hoch zum Terminator Peak (2.401 m) zu laufen – trotz Seilbahn.

Es geht über breite Schotterwege los und man bekommt schnell einen Blick über Golden und das Tal des Columbia River.

Hier wird einem auch schnell klar, dass man sich auf der zweitgrößten Downhill-Abfahrt Kanadas befindet. Die breiten Versorgungswege kreuzen immer wieder kleine Single-Trails, die mit Rampen und Steilkurven versehen sind. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass hier alle Schwierigkeitsstufen gefahren werden können. Es ist also etwas Vorsicht geboten. Die breiten Wege sind zugegebenermaßen nicht so besonders reizvoll, aber mir ging es an dem Tag auch um die körperliche Herausforderung.

Irgendwann kommt man dann noch auf kleine Wege, die einen durch weitläufige Schotterfelder führen.

Irgendwann kommt man dann an der Bergstation der Seilbahn am Eagles Eye Peak (2.344 m) an. Hier kann man sich dann auch in einem Restaurant erfrischen. Zugegeben, man kommt sich etwas blöd vor, wenn man den ganzen Weg der Seilbahn einfach abläuft, aber man kann sich auch auf die Schulter klopfen, schließlich hat man bis hier her schon über 1.100 Höhenmeter in den Beinen. Das nächste Bild zeigt den Blick auf den Terminator Peak.

Der Aufstieg auf den Terminator Peak ist dann nochmal sehr steil, aber mit meiner mittelmäßigen Wandererfahrung machbar.

Der Blick entlohnt die Mühe! Vom Terminator Peak aus hat man auf einer Höhe von 2.401 m einen 360 Grad Blick auf die Rockies.

Hier habe ich eine junge Frau getroffen, die eine Saison im Kicking Horse Mountain Resort gearbeitet hat. Es hat die Ruhe noch untermalt, dass sie einfach zum Lesen hier hochgekommen ist.

Leider hat die Zeit nicht mehr gereicht, um den Nachbargipfel, den Terminator Peak II zu erklimmen, weil ich die letzte Seilbahn auf jeden Fall kriegen wollte. Sollte ich nochmal herkommen, werde ich bestimmt mit der Seilbahn hochfahren und oben länger von Gipfel zu Gipfel wandern, aber ich erinnere mich noch gut, dass ich mit dem langen Anstieg in den Beinen und der Belohnung eines wahnsinnigen Blickes total glücklich war.

Wir haben Golden übrigens auch als Basis genutzt, um noch den Yoho-Nationalpark zu ergründen. Darüber schreibe ich aber ein anderes Mal…

Revelstoke & Glacier NP <- Übersicht -> Yoho National Park

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